Montag, 1. Dezember 2014

Politik-Analysen aus erster Hand (1) *** Willi Wimmer bei KenFM - Der Ölpreis als politische Waffe



Willy Wimmer wirkte 30 Jahre unter Helmut Kohl im Verteidigungsministerium und arbeitete zuletzt als Vize-Präsident der OSZE. Diplomatie, so Wimmer, hat uns damals vor einem Super-GAU mit Moskau bewahrt. Diese Politik wird von Merkel, Gauck & Co vorsätzlich, wenn auch im Auftrag einer US-Elite, in die Tonne getreten. Diese Tonne beinhaltet Sprengstoff. Entscheidend aber ist: Diese Tonne steht nicht in Übersee. Sie steht direkt vor unser Haustür, der wiedervereinigten Bundesrepublik Deutschland. Inmitten Europas.

Der Ölpreis als politische Waffe   

Deutschland ist nicht nur im Besitz der Bronzemedaille, wenn es um den Export von Rüstungsgütern geht, dieses Land ist seit 1999 auch wieder aktiv dabei, wenn es darum geht, andere Staaten militärisch zu überfallen, oder aber behilflich zu sein, wenn Dritte dies tun.

Deutschland marschiert mit Riesenschritten Richtung Ostfront. Wer profitiert?

Das NATO-Mitglied Deutschland hat unter Merkel und Gauck nichts besseres zu tun, als sich von den USA eingeschworen auf eine Auseinandersetzung mit der Russischen Föderation unter Putin einzulassen, von der man nicht ausschließen kann, dass sie wieder mit Waffen geführt wird.

Die aktuelle Politik der Bundeskanzlerin, ihr US-höriger Kurs, den man nur noch als brandgefährlich bezeichnen kann, schadet darüber hinaus dem ganzen Land und widerspricht massiv dem geleisteten Amtseid, der jeden Kanzler darauf verpflichtet, Deutschland vor Schaden zu bewahren.

Z.B. indem man nach dem Zweiten Weltkrieg darauf achtet, dass es in Europa nie wieder zu einer wirtschaftlichen Schieflage kommt, die ein Land ökonomisch an die Wand fahren und so einen destabilisierenden Impact auf ganz Europa nach sich ziehen könnte.

Exakt das ist aber offensichtlich der Kurs, den Washington beschlossen hat, um die Russische Föderation innerlich kollabieren zu lassen. Und die Bundesregierung hält den Mund. Bis auf Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der in Berlin offen davor warnte, Russland ökonomisch in die Knie zwingen zu wollen.
http://www.sueddeutsche.de/politik/sz...


Wie könnte das denn geschehen? Indem man Russland um die wichtigste Einnahmequelle bringt, nämlich um die Devisen aus Erdölverkäufen.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft...

Aktuell wird Öl auf dem Weltmarkt zu 71 Dollar pro Barrel verkauft. Unlängst waren es noch über 100 Dollar. Alles unter 82 Dollar ist ein Minusgeschäft, denn die Förderkosten sind immens.

Warum verkauft Amerikas wichtigster Öl-Partner Saudi-Arabien sein Öl deutlich unter Preis?
Warum jetzt? Warum hat die OPEC die Tage beschlossen, die Fördermenge nicht nach unten zu korrigieren, um die Gewinne stabil zu halten? Ist man in der Golf-Region plötzlich spendabel geworden, oder aber handelt hier jemand auf Anweisung?

Als unter Ronald Reagan die UdSSR noch als „Reich des Bösen“ bezeichnet wurde, war der künstliche Preisverfall von Erdöl schon einmal ein wichtiges Mittel, um die die damalige Supermacht wirtschaftlich zu ruinieren. Ihr den Todesstoß zu versetzen.
http://www.heise.de/tp/artikel/26/262...

Wiederholt sich die Geschichte?
Was passiert, wenn Putin seinen Staatsapparat nicht mehr finanzieren kann, wenn die Renten nicht mehr bezahlt werden können, da fehlende Petrodollar Löcher in den Staatshaushalt reißen, die jedes Land an den Abgrund bringen könnten? Öl als Waffe!

Willy Wimmer geht mit der Politik der USA und dem vasallenhaften Verhalten der Kanzlerin hart ins Gericht. Er schleißt einen Krieg in Europa mit Russland nicht mehr aus und stellt offen die Frage, was unsere Regierung eigentlich reitet, sich auf ein derart riskantes Spiel einzulassen. Das Spiel mit einer militärischen Überreaktion Moskaus und damit dem nuklearen Feuer.

Der Dritte Weltkrieg ist viel dichter als uns unsere „freien“ Medien glauben machen wollen.